Hessischer Diabas
Vulkangestein (Grünstein) mit grün-schwarzer Färbung
Der Lixfelder Diabas entstand vor etwa 350 bis 400 Millionen Jahren (im Devon) durch vulkanische Aktivität unter Wasser. Es handelt sich um ein basisches Ergussgestein.
Das Besondere am hessischen Diabas ist die Chloritisierung: Durch chemische Umwandlungsprozesse über Jahrmillionen hat sich das Mineral Chlorit gebildet, das dem Stein seine charakteristische, tiefgrün-bläuliche bis dunkelgraue Färbung verleiht.
Was zeichnet den Hessischen Diabasaus?
Was den Diabas aus Lixfeld für die Industrie und den Gartenbau so wertvoll macht, sind seine physikalischen „Superkräfte“:
- Extreme Härte und Druckfestigkeit: Er ist deutlich härter als viele Granite und hält massiven Belastungen stand. Das macht ihn für architektonische Bauprojekte attraktiv.
- Frostbeständigkeit: Das Gestein ist nahezu porenfrei. Wasser kann kaum eindringen, was ihn absolut frostsicher macht – ideal für Grabsteine sowie für Bauprojekte im Außenbereich.
- Polierfähigkeit: Im Gegensatz zu vielen anderen Basaltarten lässt sich der Lixfelder Diabas hervorragend polieren, wodurch er eine edle, fast specksteinartige Haptik und einen tiefen Glanz erhält.
Die optische Ästhetik
Während viele Hartgesteine oft etwas „kalt“ wirken, besitzt der Lixfelder Diabas eine natürliche Eleganz.
Farbspiel: Je nach Bearbeitung (geschliffen, poliert oder bruchrau) wechselt die Farbe von einem hellen Silbergrau bis zu einem satten, dunklen Anthrazit-Grün.
Einschlüsse: Oft finden sich feine Kalzit-Adern, die wie kleine Blitze durch den Stein ziehen und jedes Stück zu einem Unikat machen.
Beispiele von Grabsteinen aus Hessischem Diabas
Was zeichnet den Hessischen Diabas aus?
Im Vergleich zu normalem Basalt ist Diabas durch die Metamorphose zäher. Er splittert weniger und ist chemisch extrem stabil. Zudem ist der Stein aus Lixfeld ein regionales Naturprodukt. In Zeiten von Nachhaltigkeit punktet er durch kurze Transportwege und eine hervorragende Ökobilanz gegenüber Granit aus Übersee.
Optischer Effekt bei Gravuren
Beim Lixfelder Diabas gibt es einen faszinierenden Effekt bei der Beschriftung: Wenn man in eine dunkel polierte Fläche eine Schrift eingraviert oder sandstrahlt, erscheint diese Stelle im unbehandelten Zustand hellgrau. Dadurch ist die Schrift auch ohne Farbe (also ohne Gold- oder Silbereinlage) exzellent lesbar. Man nennt das den „natürlichen Schriftkontrast“.




